Reisetipps

Indien in Zahlen

Indien ist mit 1,2 Milliarden Einwohnern, nach China, das bevölkerungsreichste Land der Erde und somit die grösste Demokratie der Welt. Flächenmässig ist der Subkontinent das siebtgrösste Land der Erde. Indien ist ein multiethnisches Land in dessen 28 Bundesstaaten deutlich über 100 unterschiedliche Sprachen gesprochen werden. Englisch und Hindi sind die überregionalen Amtssprachen und weitere 21 Sprachen werden offiziell anerkannt. Im Nordwesten grenzt es an Pakistan, im Norden an China, Tibet und Nepal und im Osten an Bangladesh und Burma.

Klima & Reisezeiten

Aufgrund der enormen Ausmaße des Subkontinents und der unterschiedlichen Klimazonen lässt sich Indien zu jeder Jahreszeit gut bereisen – sofern Sie die regionalen, klimatischen Unterschiede beachten.

Für einen grossen Teil Indiens ist von September bis April die beste Reisezeit . Im Süden ist es von Oktober bis März am angenehmsten. In den hochgelgenen Bergregionen wie Ladakh, Spiti und Kashmir ist die beste Reisezeit von Mai bis Oktober. Die tiefergelegene Himalyaregionen wie Sikkim und Himachal Pradesh sind von April bis Juni und im Oktober und November am schönsten. Die Wüstengebiete Rajasthans empfehlen sich auch während der Monsunzeit im Juli und August.

Visum Indien

Für die Einreise nach Indien benötigen alle ausländischen Touristen ein Touristenvisum. Bitte kümmern Sie sich rechtzeitig um die Beantragung des Visums. Für die Bearbeitungszeit auf dem Postweg sollten Sie 3-4 Wochen einplanen, bei persönlicher Beantragung dauert es mindestens 5 Werktage. Seit Anfang 2010 übernehmen externe Dienstleister die Bearbeitung des Visumantrags. Bitte wenden Sie sich für die Beantragung an den entsprechenden Dienstleister Ihres Bundeslandes:
IGCS Frankfurt (http://www.igcsvisa.de): zuständig für Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland
IGCS Hamburg (http://www.igcsvisa.de): zuständig für Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein, Niedersachsen
IVS Berlin (http://www.ivs-germany.com): zuständig für Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen
IVS München (http://www.ivs-germany.com): zuständig für Bayern, Baden-Württemberg
Seit dem 2. 6. 2013 werden für persönliche sowie postalische Anträge nur noch Online Visaformulare akzeptiert. Zum Onlineformular gelangen Sie über die Seite des entsprechenden Dienstleisters. Das Visum ist ab Tag der Ausstellung für 6 Monate gültig. Die Kosten liegen bei ca. 70 Euro (Selbstabholung). Für die postalische Beantragung einen Indien Visums benötigen Sie folgendes: Ihren Reisepass, der bei der Einreise nach Indien noch mindestens 6 Monate gültig sein muss, 2 aktuelle Passfotos (50mm x 50mm), eine unterschriebene Kopie des ausgedruckten Online Visumformulars und das Original Online Visumformular, den Überweisungsbeleg, die Auftragserteilung für den Dienstleister, einen adressierten und frankierten Rückumschlag. Diese Unterlagen senden Sie per Einschreiben an das zuständige Dienstleister- Büro.

Auf der Seite der Indischen Botschaft finden Sie unter der Rubrik „Konsulardienst“ weitere Informationen über das Indien Visum und die Antragstellung.

Kinder benötigen seit dem 26. Juni 2012 einen eigenen Kinderreisepass. Der Eintrag im Pass der Eltern oder der Kinderausweis sind nicht mehr ausreichend.

Deutsche Reisende können mittlereile auch ein elektronisches Visum (E-TV) beantragen, welches Sie dann bei der Einreise am Flughafen erhalten. Nähere Informationen finden Sie hier: https://indianvisaonline.gov.in/visa/tvoa.html

Trinkgeld

Im gesamten Orient erwarten Busfahrer, Träger, Guides, Hotelpersonal, etc. für Ihre Leistungen ein Trinkgeld. Rohe Trinkgeldregel: Sie sollten grob mit Trinkgeldausgaben von ca. € 8 bis 10.- / Reisetag / pro Reisegast rechnen (also rechnen sie bitte mit 110–140 Euro Trinkgeldkosten pro Person für eine zweiwöchige Reise). Das Trinkgeld ist natürlich sehr stark abhängig von Ihrer Zufriedenheit und dem Bemühen des Betreuungsteam und keinesfalls eine Verpflichtung! Generell gilt: Gute Leistung = gutes Trinkgeld / Schlechte Leistung = wenig oder gar kein Trinkgeld!). Das Trinkgeld ist kein Ersatz für Bezahlung, unsere Staff wird gut entlohnt, aber es ist im Reiseland so der Brauch, dass sich der Kunde nach der gemeinsamen Tour persönlich – bei gutem Verlauf der Reise – mit einem „Geschenk (=Trinkgeld) bedankt. Dies ist eine wichtige, direkte Wertschätzung der Arbeitsleistung des Teams und spornt das Team auch zu besonders guter Leistung an, wovon Sie am Ende profitieren! Diese Trinkgeldleistung ist also ein wichtiges Ritual. Natürlich ist es auch wichtig, sich neben dem Trinkgeld persönlich beim Team zu bedanken.

Bekleidung

In Indiens Großstädten gehört westliche Kleidung mittlerweile zum alltäglichen Strassenbild. Im allgemeinen ist Indien jedoch ein konservatives Land und wir empfehlen Ihnen in unseren Indien-Reisetipps, bei der Wahl Ihrer Kleidung darauf Rücksicht zu nehmen. Frauen ebenso wie Männer sollten Schultern und Knie stets bedeckt halten. Tragen Sie keine kurzen Hosen und Röcke oder Trägershirts, auch tiefe Ausschnitte sind unangemessen. Für den Besuch von Tempeln oder Heiligtümern ist es gut, stets einen Schal und eventuell ein Paar Socken dabeizuhaben.

Die Wahl der Kleidung für eine Indienreise hängt aber auch von der Region und der Reisezeit ab. Im allgemeinen empfiehlt sich für Zentral-, Ost- und Südindien leichte Kleidung aus Baumwolle und eventuell etwas wärmere Kleidung für abends oder falls Sie in höhergelegene Regionen reisen. Denken Sie daran eventuell auch einen Regenschirm einzupacken. In Nordindien ist es von April bis Oktober warm bis heiss und leichte Kleidung ist ausreichend. Von November bis Februar kann die Temperatur nachts bis auf 0 Grad sinken und Sie sollten auch warme Kleidung dabei haben.

Indische Eigenarten

Bereits nach kurzer Zeit in Indien werden Sie feststellen, daß die Inder von Natur aus recht neugierig sind. Stellen Sie sich darauf ein, oft angesprochen zu werden, alle möglichen, persönlichen Fragen gestellt zu bekommen oder auch angestarrt zu werden – diese Dinge gelten in Indien nicht als unhöflich. Es kann Ihnen auch – besonders als westliche Frau – passieren, daß eine mit Smartphones ausgestattete Gruppe junger Männer Sie bittet, gemeinsam mit Ihnen für ein Foto zu posieren. Begegnen Sie solchen – für Europäer ungewohnten Verhaltensweisen – am besten, indem Sie ruhig, freundlich und unverbindlich bleiben.

Strassenhändler, Bettler und Rikschafahrer können oft sehr hartnäckig sein und es gilt die Devise: Nur lang genug dranbleiben, dann wird jeder Tourist schwach. Wenn Sie jedoch nichts kaufen bzw. geben wollen, ignorieren Sie das Ganze und gehen selbstbewusst weiter ohne irgendetwas zu sagen. Ein Zögern oder auch ein ‚Nein‘ wird oft nur als Anlass gesehen, den Kontakt fortzuführen.

Auch Stromausfälle, längere Wartezeiten im Verkehr und ‚heilige‘ Kühe auf der Hauptstrasse gehören zum indischen Alltag und sollten am besten mit Ruhe und Gelassenheit hingenommen werden.

 

Gesundheit & Hygiene

Es gibt keine Impfungen, die für die Einreise nach Indien vorgeschrieben sind und im allgemeinen ist das Gesundheitsrisiko für internationale Gäste recht niedrig. Es ist jedoch sinnvoll, vor der Abreise noch einmal den allgemeinen Impfschutz gegen Tetanus, Polio und Diphtherie zu überprüfen und falls nötig auffrischen zu lassen. Falls Sie öfters Reisen in ferne Länder unternehmen, ist eine Hepatitis A- und B-Immunisierung überlegenswert. Die häufigsten Probleme, die bei Reisenden auftreten, sind Magen- verstimmungen. Hier sollten Sie vorbeugen, indem Sie ausschliesslich abgepacktes Wasser trinken. Abgekochtes Wasser in heißen Getränken ist jedoch unbedenklich. Für Nahrungsmittel gilt der Grundsatz: „Boil it, cook it, peel it or leave it!“ was soviel bedeutet wie „Koche es, gare es, schäle es oder lass sein!“. Durch staatliche und private Krankenhäuser ist die ärztliche Versorgung in Indien gesichert, die Qualität schwankt jedoch von Region zu Region. In den Großstädten sind die Krankenhäuser auf dem neuesten technischen und medizinischem Stand. Indien erfreut sich sogar eines zunehmenden ‚Medizintourismus‘.

In Ihre Reiseapotheke gehören neben persönlichen Medikamenten auch Mittel gegen Magen- und Darmbeschwerden, Schmerz- tabletten, Desinfektionsspray, Pflaster und ein Insektenschutzmittel. Aus hygienischen Gründen sollten Sie öffentliche Toiletten meiden. Wenn Sie unterwegs sind, empfiehlt es sich die Toiletten grösserer Hotels, Restaurants oder Fastfoodketten zu benutzen. Ausserdem ist es sinnvoll, stets Feuchttücher, Händedesinfektionsgel und Toilettenpapier im Handgepäck zu haben.

Wir empfehlen Ihnen ausserdem den Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung für den Krankheitsfall sowie einer Reisekrankenversicherung.

Glaube & Religion

Trotz fortschreitender Modernisierung ist Spiritualität und Glauben in Indien stets präsent und in keinem anderen Land dieser Erde findet man so viele unterschiedliche Religionen und Glaubensrichtungen. Indien ist auch die Geburtsstätte von drei der grossen Weltreligionen – Hinduismus, Buddhismus und Sikhismus. Die grösste Religion Indiens ist der Hinduismus (76%), gefolgt vom Islam (18%), Christentum (2,5%), Sikhismus (2%) und Buddhismus (1%). Jains, Parsen und Juden sind je mit ca. 0,5% in der indischen Bevölkerung vertreten.

Aus Respekt Andersgläubigen gegenüber sollte man sich stets taktvoll über die jeweilige Religionen äussern und die jeweiligen Verhaltens- und Dresscodes beachten. Andachtsorten sollte man nur angemessen bekleidet betreten, die Schuhe müssen stets ausgezogen werden und oft muss auch der Kopf bedeckt werden.

Sicherheit in Indien

Indien ist ein weitgehend sicheres Reiseland, in dem es auch in den Großstädten kaum Gewaltkriminalität gibt, wenn sie einige Regeln beachten:

1. Bewahren Sie Ihre Wertsachen, Reisepässe und wichtigen Dokumente am besten im Zimmersafe oder in einem Schließfach an der Rezeption auf.
2. Achten Sie auf Ihr Gepäck und geben Sie dieses niemals an andere Personen als Hotel- oder Zimt Reisen- Mitarbeiter ab.
3. Nachts sollten Sie es vermeiden alleine unterwegs zu sein. Ihr Fahrer fährt Sie gerne, falls Sie abends noch etwas unternehmen möchten oder ausserhalb des Hotels essen möchten.
4. Begeben Sie sich ausserdem nicht in grosse Menschenmassen.
5. Es ist besser Wertsachen nah am Körper und eventuell unter der Kleidung zu tragen.
6. Kontrollieren Sie stets das niemand Ihre Handtasche unbeobachtet öffnen kann.
7. Scannen Sie Ihre wichtigen Dokumente wie Pass und Visum und speichern Sie diese in einer Mail in Ihrem Email Account, damit Sie diese jederzeit abrufen können.

Frauen unterwegs

Die schreckliche Nachricht über den Vergewaltigungsfall in New Delhi Ende 2012 hat uns – wie alle hier – tief getroffen. Die massiven Proteste zeugen jedoch auch davon, daß sich Indiens Gesellschaft im Aufbruch befindet und die Frauen immer stärker ihre Rechte einfordern, was wir als sehr positive Entwicklung sehen.
Indien ist nach unserer Erfahrung, auch für (alleinreisende) Frauen ein sicheres Reiseland und Zimt Reisen – als ein von Frauen geführtes Reiseunternehmen – ist es ein Herzensanliegen auch andere Frauen zu ermutigen dieses faszinierende und herzliche Land zu entdecken. Wo immer möglich, versucht Zimt Reisen ausserdem indische Frauen zu stärken und wir arbeiten bevorzugt mit Inderinnen zusammen. Gerne vermitteln wir Ihnen auch Kontakte zu indischen Frauen und Frauenprojekten um so den inter- kulturellen Austausch zu fördern.

Währung & Geld

Die indische Rupie (INR) ist die offizielle Währung Indiens. Unter http://www.google.com/finance/converter können Sie den aktuellen Wechselkurs abfragen. Bargeld (Euro, Dollar und Britische Pfund) kann man fast überall problemlos umtauschen, manchmal muss dazu der Reisepass vorgelegt werden. Kontrollieren Sie die Ihnen ausgehändigten Banknoten, beschädigte Scheine sollten Sie zurückweisen. Da in Indien Wechselgeld oft Mangelware ist, lassen Sie sich möglichst kleine Banknoten geben.

In allen grösseren Orten können Sie Geld auch problemlos am Bankautomaten (ATM) mittels Kredit- oder EC-Karte und Ihrer PIN abheben. Falls Sie für längere Zeit in eher ländlichen Gebieten reisen, sollten Sie ausreichend Bargeld in Rupien mit sich führen. Mittels Kredit- und EC Karte können Sie auch direkt in grösseren Geschäften, Restaurants und Hotels bezahlen. Die gängigsten Karten sind VISA, MasterCard, Cirrus und Maestro.

Es ist auch möglich, in den Großstädten Reiseschecks (Amex, Thomas Cook) umzutauschen. Das Einlösen erweist sich jedoch oft als zeitraubende Prozedur.

Souvenirs & Shopping

Indien ist eine echte Schatztruhe und fast jeder Besucher wird von dem vielfältigen und exotischen Angebot zum Shoppen verführt. Die Geschäfte und Märkte strotzen nur so vor traditionellem Kunsthandwerk, prächtigen Stoffen, kunstfertigem Schmuck, Edelsteinen, Gewürzen und indischen Götterstauen. Die Ausfuhr von Antiquitäten, Pelzen und Elfenbein ist verboten und für bestimmte Güter muss eine Ausfuhrgenehmigung am Flughafen vorgelegt werden.

In den meisten kleineren Geschäften und auf den Märkten ist es üblich um den Preis zu feilschen, denn der Händler nennt zuerst immer einen zu hohen Preis. Oft können Sie einen Artikel für die Hälfte des geforderten Preises erwerben. Ein guter Startbetrag zum Verhandeln ist 30 % des zuerst genannten Preises. Wenn Sie sich nicht sicher sind was etwas kosten soll, vergleichen Sie vor dem Kauf erst einmal die Preise bei verschiedenen Händlern. Die meisten Geschäfte und Märkte haben von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Einige Märkte sind unter der Woche, meist montags oder dienstags, geschlossen. In den grösseren Städten gibt es auch staatlich geführte Geschäfte, sogenannte ‚Emporien‘ welche Waren zu Festpreisen verkaufen. Sie sollten sich vor Schleppern in Acht nehmen, die Sie ansprechen und versuchen in bestimmte Geschäfte zu locken oder Ihnen etwas zu besonders günstigen Konditionen aufzuschwatzen.

Höhenkrankeit

Falls Sie höhergelegene Himalayaregionen wie Ladakh oder das Spiti Valley besuchen, beinhaltet dies einen Aufenthalt in unüblichen Höhenlagen. Für den gesunden Menschen sollte dies kein Problem darstellen. Lassen Sie es aber erst einmal langsam angehen und geben Sie Ihrem Körper Zeit, sich an die Höhe zu gewöhnen. Achten Sie auch auf eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr (3 – 4 Liter pro Tag) und vermeiden Sie Alkohol und Zigaretten. Alter und Fitnesslevel haben übrigens – wissenschaftlich erwiesen – keinen Zusammenhang mit dem Ausbrechen der Höhenkrankheit. Bei vorliegenden Herz- oder Atemwegserkrankungen sollten Sie jedoch erst mit Ihrem Arzt sprechen.
Jeder reagiert anders auf die Höhe und nach der Anreise können sich folgende körperliche Anzeichen bemerkbar machen:
– Veränderte Atmung (schneller, tiefer oder beides)
– Schnellerer Puis
– Verstärkter Harndrang
– Kopfschmerzen (am besten Ibuprofen einnehmen)
– Schlaflosigkeit
– Bei Anstrengung kommt man schnell ins Schnaufen