Kalkutta & Nordostindien Reisen

Im Gegensatz zu vielen anderen Gebieten Indiens, ist ein grosser Teil des Landes im Norden und Nordosten gerade erst dabei touristisch erschlossen zu werden. Die etwas entferntere Lage und der Hauptfokus vieler Reisender auf Gebiete wie Rajasthan und Kerala, haben viele Besucher die Staaten im Nordosten bisher übersehen lassen. Ein Ansporn für Zimt Reisen diese spannenden Gebiete Individualreisenden zugänglich zu machen. Nordostindien wartet darauf entdeckt zu werden!

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West Bengalen
Die Hauptstadt West Bengalens – Kalkutta – war einst auch die Hauptstadt Britisch Indiens. Dass hier einmal das Herz des British Empire pochte, ist vor allem im Zentrum deutlich zu spüren, wo umwerfende Kolonialbauten und großzügig angelegte Parks und Plätze an die Präsenz der Briten seit 1774 erinnern. Aber trotz aller britischer Einflüsse – die Seele der Stadt ist bengalisch! Bengalen ist die Heimat der indischen Dichter und Schriftsteller, Künstler und Denker und die Wiege der indischen Freiheitsbewegung. Kalkutta wird oft als das kulturelle Herz des Landes bezeichnet und ist entgegen seines Rufes eine blühende, bunte, freundliche und sehr künstlerische Stadt. Genießen Sie die bengalische Kultur in den verschiedenen Museen, Galerien, Cafés und Restaurants. Entdecken Sie die historische Sammlung des Victoria Memorial, unternehmen Sie eine Bootsfahrt auf dem Hugli, besuchen Sie den berühmten Kali Tempel oder schlendern Sie am späten Nachmittag durch Maidan und beobachten das geschäftige Treiben. Kalkutta ist Zimt Reisens persönlicher Favorit unter Indiens Städten! Südlich von Kalkutta liegen im Delta der drei grossen Flüsse Ganges, Brahmaputhra und Meghna die von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärten Sunderbans. Ein Netzwerk aus Wasserläufen und halb überschwemmten Mangrovenwäldern, welche ein artenreiches Ökosystem bilden, das neben Krokodilen, Hirschen, Waranen, Eisvögeln und Phytons auch eine der grössten Tigerpopulationen der Erde beheimatet. Im Norden West Bengalens liegt die berühmte Hill Station Darjeeling. Schon die Briten zogen sich einst im Sommer in die kühleren Bergregionen zurück und bis heute ist ein Tässchen frisch gebrühter Darjeeling Tee mit Blick auf die gewaltigen Gebirgszüge des Himalaya eine lohnenswerte Erfahrung.

Orissa
Orissa ist ein bunter Topf aus überschwenglicher Kultur, einem einzigartigen architektonischen Erbe, Naturschönheit und uralten Stammeskulturen. Es besitzt eine reiche künstlerische Tradition und neben unzähligen Hindutempeln, finden sich hier auch beeindruckende Andachtsstätten, Höhlen und Klöster der Jains und Buddhisten. Im Küstenort Puri ist einer der Char Dhams – der vier grossen heiligen Stätten des Hinduismus. Abertausende Gläubige kommen jedes Jahr hierher um dem Gott Jagannath die Ehre zu erweisen. Der einzig in Orissa praktizierte Kult um Lord Jagannath ist eine Synthese aus hinduistischem Glauben und noch älteren Stammesritualen. Einmal im Jahr findet hier das spektakuläre Ratha Yatra Fest statt. Dabei ziehen tausende von Menschen in einer phantastischen Prozession die Statuen von Jagannath und seiner Geschwister Balabhadra und Subhadra auf drei riesigen Wagen durch die Straßen Puris zum Gundicha Tempel. In früheren Jahrhunderten kam es immer wieder vor, dass sich Gläubige unter die Räder dieser mächtigen Wagen warfen um unter den Augen der Götter ruhmvoll zu sterben. Auch Bhubaneswar ist berühmt für seine heiligen Stätten. Die Hauptstadt Orissas blickt auf über 2000 Jahre Geschichte zurück und es gibt an die 500 Tempel und unzählige Klosterhöhlen, in denen einst Jain Asketen lebten. Ebenso lohnenswert ist ein Besuch der ayurvedischen Palmblattsammlung oder des Museum of Tribal Arts.

Reist man weiter gen Südwesten trifft man auf eine Welt die noch älter ist als die Hochkulturen Indiens. In den Wäldern und Bergregionen leben 62 verschiedene Stammesgruppen. Ein Viertel der Bevölkerung Orissas sind sogenannte Adivasi – die ersten Bewohner Indiens. Auch wenn diese ein einfaches Leben führen haben sie hoch entwickelte Gesellschaftsstrukturen und ihre eigenen Kulturen – spürbar in der Musik , im Tanz und inder Kunst

.Nordoststaaten
Die sieben Staaten im äussersten Nordosten Indiens, die zum größten Teil aus dem alten Assam hervorgegangen sind, bieten beeindruckende Landschaften, eine im Sakralbereich vollkommen einzigartige Architektur und bedeutende Nationalparks mit einer unglaublichen Artenvielfalt. Allen voran der von der UNESCO 1985 zum Weltkulturerbe erklärte Kaziranga Nationalpark in Assam. Er ist einer der zugänglichsten Parks Indiens und wahrscheinlich der erfolgreichste hinsichtlich der Erhaltung und Vielfalt der unterschiedlichen Spezies. Der Park liegt an den Flussauen des mächtigen Brahmaputra und das hohe Gras ist eine hervoragende Weide für wilde Elefantenherden, Gaurs und wilde asiatische Büffel. Das asiatische Nashorn ist fast nur hier zu finden und in den umliegenden üppig grünen Wälder leben Bären, Panther, Tiger, Leoparden und unendlich viele Vogelarten. Die Staaten Nordostindiens sind aber auch kulturell differenzierter als irgendeine andere Ecke Indiens. Eine unüberschaubare Anzahl von Stammeskulturen, einst aus Tibet, China und den südostasiatischen Staaten wie Thailand, Burma und Kambodscha eingewandert, hat sich hier ihre eigene Kultur und Lebensweise erhalten. Alljährlich in der ersten Dezemberwoche findet in Nagaland das phantastische Hornbill Festival statt, an dem alle Stämme Nagalands teilnehmen. Diese einwöchige Veranstaltung ist ein prächtiges Fest, das bei Musik, Tanz, religiösen Zeremonien und sportlichen Wettkämpfen die Bewohner und Traditionen Nagalands vereint und dem Besucher eine hervoragende Möglichkeit bietet, die Stämme und Kulturen Nordostindiens besser kennenzulernen.